Und wo kann man nachher arbeiten?

Video-Interview mit Sebastian Gärtner, Studierender des 13. Jahrgangs des MBA Sportmanagement

Interview mit Maren Zwiesigk, Geschäftsführerin des Schwimmverbandes des Landes Brandenburg und Absolventin des 7. Jahrgangs MBA Sportmanagement

Liebe Frau Zwiesigk, ich möchte Sie zu diesem telefonischen Interview herzlich begrüßen. Sinn und Zweck der Aktion ist, Einblicke in den MBA Sportmanagement aus der Sicht einer Absolventin zu gewähren. Erzählen Sie doch bitte zunächst etwas über sich.

 

MZ: Was mein Berufsleben angeht, habe ich schon ein paar Erfahrungen hinter mir. Das heisst, ich habe eigentlich immer das machen wollen, was mich gerade interessiert und was ich spannend finde. So habe ich ein Studium der Architektur absolviert und habe auch 15 Jahre als Architektin gearbeitet. Ich hatte aber immer noch die Leidenschaft für den Sport, weil ich früher Leistungssportlerin im Schwimmen war. Ich bin dann so nach und nach in den Schwimmsport eingestiegen als Übungsleiterin, als Trainerin, und habe mich da immer weiterentwickelt und habe dabei immer mehr Aufgaben übernommen. Ja, und dann kam in mir die Frage hoch, was mache ich jetzt damit? Da war ich erst einmal hauptamtlich als Trainerin im Verein eingestellt. Das hat mir aber auf die Dauer auch nicht gereicht. Ich habe gedacht, ich muss doch ein wenig mehr in die Tiefe gehen können und so kam die Idee zum Studiengang MBA Sportmanagement, den ich ja dann auch erfolgreich abgeschlossen habe.

 

Red.: Ihr Absolvia-Feier war im Sommer 2015. Begonnen hat Ihr Studium ca. 2 Jahre zuvor im Sommersemester 2013. Rückblickend, wie war denn das Studium, wie würden Sie diese Zeit beschreiben?

 

MZ: Es war eine echt spannende Zeit, muss ich sagen. Mir hat besonders gut gefallen, dass man über den Sportartenhorizont hinaus gesehen hat und den Sport von allen möglichen Seiten beleuchtet hat. Natürlich war es auch anstrengend, die Anforderungen des Studiums neben dem Berufsleben zu managen. Aber ich muss sagen, die Wochenenden in Bayreuth haben mich dann immer wieder entschädigt, weil das sehr interessante, spannende Wochenenden waren.

 

Red.: Hat Ihnen das Studium im Beruf weitergeholfen? Inwieweit hat es sich auf Ihre Karriere ausgewirkt?

 

MZ: Ich denke das kann ich mit einem klaren "ja" beantworten. Ich habe inzwischen meinen Job gewechselt und bin nur noch nebenbei als Trainerin tätig. Ich bin im März 2016 Geschäftsführerin des Schwimmverbandes des Landes Brandenburg geworden. Das heisst, was ich mir eigentlich vorgestellt hatte, mehr in die Organisation des Sports einzudringen, das ist mir dadurch gelungen.

 

Red.: Was sind aus Ihrer Sicht die Vorteile des MBA Sportmanagement? Was bringt das Programm? Was hat der Studierende letztlich davon?

 

MZ: Ich glaube, in erster Linie zeigt er einem die Komplexität des Sports und des Sportbusiness auf. Die Verflechtungen, die es ja in alle Richtungen gibt, zum Marketing, zu Medien, natürlich auch Organisationsstrukturen des Sports und  in den Bereich des Sportrechts. Ich denke, das war ein Studium, das meinen Horizont doch enorm erweitert hat, im Hinblick auf die Frage: Wie funktioniert eigentlich der Sport und wie wirkt alles miteinander?

 

Red.: Mit welcher Motivation sollte man an einen solchen Studiengang herangehen?

 

MZ: Die erste Motivation sollte immer sein, dass man seinen Horizont erweitern möchte und etwas dazu lernen möchte. Ich denke für alle, die rein als Trainer arbeiten, wären sicherlich die Sportwissenschaft der richtige Studiengang. Für alle, die im Management-Bereich arbeiten wollen in den Branchen, die den Sport begleiten, ist der MBA Sportmanagement sicherlich ein sehr lohnenswerter Studiengang.

 

Red.: In Bayreuth wird viel Wert auf das Netzwerk der Sportökonomen gelegt. Wie haben Sie das erlebt?

 

MZ: Ja, das kann ich eigentlich nur bestätigen. Das kannte ich aus meinem früheren Studiengang nicht. In Bayreuth war es allein schon durch die Organisation der Präsenzwochenenden bedingt, dass viele Möglichkeiten bestanden, sich untereinander kennen zu lernen. Ich meine, dass man nicht alleine beim Studiengang vor Ort war, sondern dass an den Wochenenden immer noch zwei andere Jahrgänge vor Ort waren. Das hat auf jeden Fall das Spektrum der Personen erweitert, die man kennengelernt hat. Zudem sind wir auch immer sehr gut mit den „Spökos“ in Bayreuth in Kontakt gekommen. Und durch WhatsApp-Gruppen und Facebook-Gruppen halten sich auch diese Kontakte noch. Es ist zwar gerade mal ein Jahr her, aber wir haben immer noch Kontakt mit unseren Kommilitonen und wenn es irgendwelche spezielle berufliche Fragestellungen gab, haben wir auch das Netzwerk genutzt, um uns untereinander zu helfen.

 

Red.: Das finde ich bemerkenswert, dass man sich auch nach dem Studium untereinander verständigt, wenn man Fragestellungen hat. Wie funktioniert das denn konkret?

 

MZ: Doch, das funktioniert, das kann ich bestätigen. Der eine ist mehr in Richtung Marketing aktiv, der andere steigt voll in die Rechtsfragen ein. Und da hat es sich schon ergeben, dass man einen Kommilitonen anruft und fragt: "Wie würdest Du denn die Lage einschätzen?"

 

Red.: Sie hatten bisher gesagt, dass der MBA Sportmanagement für diejenigen interessant ist, die im Management arbeiten wollen und ihren Horizont erweitern wollen. Was wir noch nicht besprochen haben ist die Frage, was denn der einzelne Studierende mitbringen muss, damit er das Studium auch erfolgreich durchführen kann.

 

MZ: Ja, also ich sage mal ganz banal, dass man natürlich in der Lage sein sollte, sein eigenes Lernen und sein Leben zu managen, um den Studiengang neben dem Berufsleben zu schaffen. Wenn man davon ausgeht, dass die Studierenden voll ins Berufsleben eingebunden sind und dass man im Sport ja auch gerne mal mehr als eine 40-Stunden-Woche arbeitet, ist das eigentlich die größte Herausforderung. Man muss  selber so strukturiert sein, dass man das überhaupt durchziehen kann. Und dann, und ich glaube das ist immer so, wenn man sich für etwas richtig interessiert, dann schafft man das auch. Es muss schon der Wunsch da sein, in die Materie noch stärker eindringen zu wollen.

 

Red.: Das erinnert mich an den Kaminabend, als Jan Pommer zu Gast beim MBA Sportmanagement war, damals noch in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der Basketball Bundesliga. Als gefragt wurde, was man tun kann, um die eigene Karriere voranzutreiben, meinte er: „Gehen Sie in die Tiefe, hinterfragen Sie die Dinge und bleiben Sie nicht an der Oberfläche.“ Das deckt sich mit dem, was Sie auch gesagt haben.

 

MZ: Richtig. Man kann sicherlich viele Jobs machen nach dem Motto, das war immer schon so und wir machen das jetzt einfach mal so weiter, wie es schon immer gelaufen ist. Aber ich denke, wenn man Visionen hat, wo es im Sport hingehen könnte oder auch in seinem eigenen kleinen Bereich des Sportes, dann ist das auf jeden Fall ein Antrieb, um sich die entsprechenden Inhalte auch anzuschauen, die in so einem Studium angeboten werden.

 

Red.: Liebe Frau Zwiesigk, ich hoffe, dass wir uns bald wiedersehen, vielleicht bei einem Infotag wie zuletzt in Berlin oder vielleicht kommen Sie zu einem unserer Kaminabende. Im November kommt der Director Legal & Compliance der adidas AG, Dr. Markus A. Kürten, zu uns oder im Januar Alexander Koch, der Deputy Head of Communications der FIFA. Oder wir finden ein interessantes Thema zum Schwimmsport und laden einen Vertreter zu einem Kaminabend ein. Gerne kommen wir dabei auf Ihre Expertise zurück, wenn es darum geht, ein interessantes Thema im Bereich des Schwimmsports zu bestimmen.

 

Vielen, vielen Dank für das Interview, Frau Zwiesigk.

Philipp Roos

Interview mit einem Studierenden aus dem Fußball

 

Philipp Roos (28) ist Studierender des MBA Sportmanagement 9 und befindet sich derzeit im dritten Semester. Als persönlicher Referent des Präsidenten des Bayerischen Fußball-Verbandes und 1. DFB-Vizepräsidenten, Rainer Koch, hat er sein Hobby zum Beruf gemacht.

 

Herr Roos, Sie sind seit dem Sommersemester 2014 im Studiengang MBA Sportmanagement der Universität Bayreuth eingeschrieben. Warum haben Sie sich für den Studiengang MBA Sportmanagement interessiert?

Nach dem Berufseinstieg war ich auf der Suche nach einem Master-Studiengang, der die Bereiche Management, BWL und Sportrecht behandelt. An der Universität Bayreuth bin ich fündig geworden. Entscheidend war, dass der Studiengang vereinbar mit meinem recht fordernden Job beim BFV ist.

 

Was ist das Besondere an dem Bayreuther Programm?

Vor allem der Dozenten-Mix hat mich überzeugt. Das Gute ist, dass die Dozenten die Inhalte nicht im luftleeren Raum stehen lassen, sondern immer eine Brücke in die praktische Welt des Sports schlagen und entlang konkreter Fallstudien wichtige Management-Techniken vermitteln.

Ein Alleinstellungsmerkmal in Bayreuth sind sicherlich die Schlüsselqualifikationen. Wie verhandle ich erfolgreich, was ist bei einem Geschäftstermin mit einem ausländischen Kunden zu beachten, wie lang darf meine Krawatte maximal sein (lacht)? Der Studiengang vermittelt Antworten auf diese Fragen. Man bewegt sich mit dem erworbenen Wissen einfach sicherer auf dem Parkett.

 

Was zeichnet Ihre Kommilitonen aus?

Das sind alles positive Typen, die für den Sport brennen und alle richtig zupacken können. Die Kollegen kommen aus dem Sportbereich, der Wirtschaftsprüfung, dem Marketing, der Pharma-Branche, aus Vereinen und Verbänden, aus der Sportartikelindustrie, sogar eine Profi-Biathletin ist dabei. Da fließen so viele verschiedene Strömungen ein in die Gruppendiskussion. Ich freue mich deswegen auf jedes Präsenzwochenende, weil natürlich auch der Spaß nicht zu kurz kommt.

Gab es Alternativen bei der Entscheidung für den Studiengang?

Auf jeden Fall ist mir die Entscheidung nicht leicht gefallen, denn es war klar, dass das Studium eine Doppelbelastung mit erheblichen Anforderungen an Disziplin und Zeitmanagement darstellen würde. Da bleibt viel Freizeit auf der Strecke. Auf die Frage reizeit kamen für mich die Universitäten Bayreuth und Jena in Betracht. Bayreuth hat in der Sportökonomie einen guten Ruf und einige meiner Bekannten, die die Universität kannten, haben das Studium sehr empfohlen. Das hat letztlich den Ausschlag pro Bayreuth gegeben.

 

Was sollten Interessierte unbedingt über das Studium wissen?

Wer das nötige Rüstzeug für eine Karriere im Sportbusiness erwerben und dabei gleichzeitig Kontakte knüpfen möchte, ist in Bayreuth richtig. Gerade in der Welt des Sports sind Kontakte und Vitamin B wichtig und deswegen finde ich auch den gelebten Netzwerkgedanken in Bayreuth so sinnvoll. Wir tauschen uns rege mit den anderen MBA-Jahrgängen und den Dozenten aus, es gibt Exkursionen und Kaminabende mit Referenten aus der Sportpraxis. Zwar ergibt das in Summe keine Karrieregarantie, aber der MBA kann auf jeden Fall ein Sprungbrett für die eigene Karriere sein.

 

Konnten Sie Ihr bis jetzt erlerntes Wissen bereits anwenden?

Nach jedem Präsenzwochenende kehre ich mit Anregungen, Ideen und auch ein Stück weit Inspiration in den Berufsalltag zurück. Ich erstelle im Job viele Präsentationen, die ich nun auch immer wieder mit Inhalten aus dem Studium anreichern kann. Die Rückkopplung zu den Wochenenden ist immer gegeben.

 

Hat Ihnen das Netzwerk der Bayreuther Sportökonomen schon beruflich relevante Kontakte verschafft?

Im Fußball trifft man immer wieder auf ehemalige oder aktive „Spökos“ aus Bayreuth und nicht selten gibt es dann auch konkrete Berührungspunkte. Ein aktuelles Beispiel: Im Bayerischen Fußball-Verband organisieren wir für unsere Vereine die Fußballiade, das größte Amateurfußball-Event, das Deutschland je gesehen hat, mit Turnieren, Wettkämpfen, Bühnenprogramm, Public Viewing und einer Fußball-Akademie am Ende der Pfingstferien in Landshut. Hier ist tatsächlich an der einen oder anderen Stelle sportökonomische Expertise aus Bayreuth gefragt. Ich bin deswegen umso sicherer, dass die Premiere der Fußballiade ein voller Erfolg werden wird.

 

Wir bedanken uns für das Gespräch, Herr Roos.

Odysseas Lazos
Von der Automobilwirtschaft in den Fußball

 

Warum haben Sie sich für den MBA entschieden?

Ich gehörte 2010 zu dem ersten Jahrgang des MBA Sportmanagement der Uni Bayreuth. Das berufsbegleitende Weiterbildungsstudium wurde damals neu angeboten, und da ich einen Wechsel in die Sportbranche anstrebte, habe ich mich bewusst für Bayreuth und für die Nische Sportmanagement entschieden. Die Bayreuther Sportökonomie gilt seit Jahren als der Maßstab für das Studium im Bereich Sportmanagement und sie genießt sowohl national auch international einen hervorragenden Ruf. Da der Kooperations- und Netzwerkgedanke unter den Sportökonomen sehr stark ausgeprägt ist, und ich das MBA-Programm berufsbegleitend absolvieren konnte, stand meine Entscheidung für Bayreuth schnell fest.

 

Hat es Sie nicht abgeschreckt, dass das Programm damals ganz neu war?

Natürlich war ich anfangs skeptisch, aber die Neugier es zu wagen war stärker. Pioniergeist gehörte auch dazu, aber die langjährige Erfahrung der Universität Bayreuth in der Sportökonomie war ein sehr gutes Argument für das Programm. Ich war zuversichtlich, dass auch der berufsbegleitende MBAden hohen Standards entsprechen wird, und ich wurde auch nicht enttäuscht: Hier und da hat man damals zwar gemerkt, dass der Universität mit dem MBA noch die Routine fehlte, das hat aber die Qualität des Studiums nicht beeinträchtigt.

 

Was ist das Besondere an dem Programm?

Die Kombination aus Inhalten der Themengebiete Sport, Management, Betriebswirtschaftslehre und Recht und damit eine Spezialisierung auf die Nische Sport bereiten Absolventen auf eine Fortsetzung ihrer beruflichen Laufbahn im Sportmanagement bestens vor. Als Branchenquereinsteiger kann ich behaupten, dass mir der MBA den Einstieg in die Welt des Sports ermöglicht hat. Ohne bestehende Kontakte in der Branche und mit einem MBA einer anderen Universität hätte ich diese Chance wahrscheinlich nicht erhalten.

 

Was zeichnete Ihre Kommilitonen aus?

Jeder hatte eine ganz unterschiedlich ausgeprägte Leidenschaft für Sport. Trotz sehr unterschiedlicher beruflicher Profile, waren diese Leidenschaft und der Sportsgeist bei allen Studierenden das verbindende Element, was sich in Vorlesungen und Projekten zeigte, aber auch in den gemeinsamen abendlichen Beachvolleyball-Sessions.

 

Sind Sie heute noch in Kontakt?

Ja, wir organisieren fast jährlich Jahrgangs-Treffen und freuen uns auch auf das Wiedersehen mit ehemaligen Kommilitonen bei diversen Branchenevents. Zugleich sind alle MBA-Alumni eingebettet in das Alumni-Netzwerk der Sportökonomie der Universität Bayreuth, was den Austausch und das Netzwerken untereinander erleichtert.

 

Welche anderen Institute kamen für Sie in die engere Wahl?

Im deutschsprachigen Raum war der MBA Sportmanagement der Universität Bayreuth die allererste Wahl. Weitere für mich interessante Programme waren im Ausland und nur als Vollzeitprogramme angeboten, was für mich damals aufgrund meines Jobs keine Option war.

 

Was sollten Interessierte unbedingt über das Studium wissen?

Wer als Berufstätiger betriebswirtschaftliche und juristische Fragestellungen im Sportkontext sehen möchte und seine Zukunft im Berufsfeld Sport sieht, für den ist der MBA Sportmanagement die genau richtige Wahl.

 

Wie hat sich der MBA bislang auf Ihre Karriere ausgewirkt?

 

Bei mir ist die Rechnung aufgegangen: Ich konnte von einer Tätigkeit als Vorstandsassistent in einem Handelskonzern in der Automobilwirtschaft in den Sportbereich wechseln.

Michael Müller

Durch den MBA Sportmanagement zu Swiss Athletics

 

Von 2007 bis 2010 studiert der 1984 in Thun in der Schweiz geborene Michael Müller zunächst an der Eidgenössischen Hochschule für Sport in Magglingen (CH). Er wählte die drei Kernbereiche Sportpädagogik, Leistungssport und Sportmanagement als Berufsfelder. Nach seinem Abschluss, beginnt er als Sportlehrer an Schulen und parallel dazu beim SC Bern mit einer 20%-Stelle zu arbeiten.

 

Weil sein Interesse mehr Sportmanagement gilt, nimmt der Schweizer im April 2010 an dem für die Magglinger Sportstudenten jährlich angebotenen Planspiel "Start-Up eines Fitnessunternehmens" der Universität Bayreuth teil. Durch Zufall kommt er dabei mit Dozenten des MBA Sportmanagement Studiengangs der Campus Akademie in Kontakt, die ihm von der guten Lehre und Praxisnähe des Studiums berichten. Nicht zuletzt aufgrund des Fehlens berufsbegleitender MBA-Studiengänge in seiner Schweizer Heimat, sondern auch weil ihm eine 40%-Stelle als Assistent des Head of Communications beim SC Bern angeboten wird, entschließt sich Müller dazu, ab dem Sommersemester 2011 am dritten Jahrgang des MBA-Sportmanagement Programms teilzunehmen.

 

Besonders für seine neue Arbeitsstelle beim SC Bern (Eishockey), deren Zielsetzung der Ausbau der digitalen Vermarktung des Vereins ist, benötigt der 29-Jährige vertiefte Kenntnisse in den Bereichen des Sportmanagements und Sportmarketings. Mit jedem Semester, das der Schweizer an der Universität Bayreuth verbringt, gewinnt er laut eigener Aussage stetig mehr Wissen hinzu, das er eins zu eins für seine Arbeit verwenden kann. Parallel zu seinem Studium baut der Schweizer nicht nur die sozialen Netzwerke, Fanseiten und Social Communities des Vereins auf, sondern organisiert öffentlichkeitswirksam zahlreiche Schulprojekte des SC Bern. Auch durch seine Masterarbeit mit dem Titel "Sponsorenaktivität auf einer Social Media-Plattform. Eine empirische Analyse am Beispiel einer Facebook-Tippspiel App des SC Bern" setzt sich Michael Müller intensiv mit der digitalen Sport-Vermarktung auseinander und kann noch lange Zeit von den Ergebnissen seiner Arbeit profitieren.

 

Nach seinem Masterabschluss der Universität Bayreuth im Sommersemester 2013, erkennt der MBA-Absolvent jedoch relativ schnell, dass sich ihm nur sehr begrenzte Aufstiegsmöglichkeiten beim SC Bern und der Kommunikationsagentur, bei der er zusätzlich noch tätig gewesen ist, bieten. Durch Eigeninitiative wird der Schweizer schließlich auf eine Stellenausschreibung des Leichtathletik-Verbands Swiss Athletics, die einen neuen Leiter der Marketing und Kommunikationsabteilung suchen, aufmerksam. Kurzerhand bewirbt sich der junge Masterabsolvent für die ausgeschriebene Stelle, an die gleichzeitig ein Sitz in der Vorstandschaft geknüpft ist. Bereits einen Tag nach seiner Bewerbung erhält er einen Anruf des Leichtathletik-Verbands und wird als einer von insgesamt 60 Mitbewerbern zum Vorstellungsgespräch geladen.

Im Gespräch selbst kann sich Müller nicht nur durch seine praktische Erfahrung als ehemaliger Sportlehrer und seine herausragende Arbeit beim SC Bern qualifizieren, sondern auch die gute Reputation der Bayreuther Sportökonomie und sein dort absolviertes Studium tragen dazu bei, dass er nur zwei Wochen nach dem Vorstellungsgespräch die Zusage für die ausgeschriebene Stelle erhält.

 

Seit Februar 2014 ist der junge Schweizer nun als Leiter der Marketing- und Kommunikationsabteilung für den Schweizer Leichtathletik-Verband tätig und neben seinen Hauptaufgaben Marketing und Kommunikation ebenfalls für die Partner und Sponsoren zuständig. Momentan beschäftigt er sich vornehmlich mit der im August (12.-17. August) in Zürich stattfindenden Leichtathletik-Europameisterschaften und der damit verbunden Präsenz des Schweizer Leichtathletik-Verbands. Trotz allem ist Müller auch jetzt noch häufig in Deutschland anzutreffen, da die Athleten seines Verbands vom deutschen Sportartikelhersteller Puma gesponsert werden und für dementsprechend für die Europameisterschaften ausgestattet werden.

Generell sieht Müller, dass Deutschland aus Schweizer Sicht im Bereich des Sportsponsoring und der Sportvermarktung einen sehr hohen Level erreicht hat. Heute profitiert er nach eigener Aussage von dem Wissen, das er während seines MBA-Studiums in Bayreuth erworben hat. Positiv an dem berufsbegleitendem Studienprogramm in Bayreuth speziell findet der Schweizer vor allem den modularisierten Aufbau, der es den Teilnehmern ermöglicht, sich engmaschig mit den einzelnen Teilbereichen des Sportmanagements auseinanderzusetzen. Unterstützt werde dies zudem durch den intensiven Kontakt nicht nur der Teilnehmer untereinander, sondern auch zwischen Studenten und Dozenten. Vor allem die binäre Vermittlung nicht nur theoretischer, sondern auch praxisrelevanter Inhalte durch praktische Fallstudien und Dozenten, die aus der Praxis an die Universität geholt werden, hält Müller für die Kernqualität der Universität Bayreuth, neben nahezu perfekten Rahmenbedingungen für die Studenten, sei es im Hinblick auf die Verpflegung, Unterbringung oder das kostenlos nutzbare Sportangebot. Das Studium an der Universität Bayreuth kann er uneingeschränkt weiterempfehlen, nicht zuletzt weil es perfekt mit dem Beruf kombinierbar ist.

Dass Michael Müller bereits vor seinem 30. Geburtstag beruflich so erfolgreich ist, liegt nicht zuletzt daran, dass er stets mit Ehrgeiz und Stringenz seine Ziele fokussiert und verfolgt hat und sicherlich auch im richtigen Moment, die richtigen Entscheidungen getroffen hat. Allen zukünftigen MBA-Studenten rät er, die eigenen Ziele möglichst hochzustecken, sich frühzeitig Gedanken darüber zu machen, was und wo man arbeiten möchte und sich dann vor allem auch bei der Verwirklichung nicht selbst im Weg zu stehen.

 

Neben dem notwendigen Wissen und der Kompetenz, die man durch das Sportmanagement-Studium an der Universität Bayreuth erhält, hat jeder Student während seines Studiums die Möglichkeit, das unschlagbare Netzwerk der Bayreuther Sportökonomie und des Alumni Vereins zu seinem Vorteil zu nutzen. Hätte Müller keine Zusage von Swiss Athletics erhalten, hätte er durch das Netzwerk der Uni Bayreuth bereits eine vielversprechende Stelle im Ausland in Aussicht gehabt.

 

 

Die Chancen, die einem das MBA-Programm bietet, muss man allerdings, wie Müller abschließend bemerkt, letzten Endes schon selbst ergreifen und zu nutzen wissen.

Daniel Nolte

Durch den MBA Sportmanagement zum HSV

 

Mit einem abgeschlossenen Erststudium als Diplom-Kaufmann, durchläuft  Daniel Nolte zunächst eine Bundeswehr-Karrierelaufbahn bis hin zum Offizier. Als er sich im Sommersemester 2010 für den berufsbegleitenden Studiengang „MBA Sportmanagement“ der Universität Bayreuth im ersten Jahrgang einschreibt, steht für ihn zunächst das Ziel einer beruflichen Weiterbildung und Neuperspektivierung im Vordergrund, bei der er durch den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr unterstützt wird.

 

 

Nicht nur aufgrund der langjährigen Erfahrung der Universität Bayreuth im Bereich der Sportökonomie und ihres großen Netzwerkes, sondern vor allem auch durch den intensiven Kontakt zwischen MBA-Studenten und Dozenten während der Präsenzwochenenden konnte im Rahmen der anstehenden Masterarbeit in individueller thematischer Abstimmung mithilfe des Dozenten Dr. Welling, Kontakt zu Rot-Weiss Essen hergestellt werden. Hierdurch erhielt Daniel Nolte die Möglichkeit seine Abschlussarbeit – eine Fallstudie in Bezug auf die Rolle des Stadions im Rahmen der Marke einen Fußballvereins am Beispiel des Stadionneubaus von Rot-Weiss Essen – innerhalb eines Praktikums beim gleichnamigen Verein direkt vor Ort zu schreiben. Aufgrund der hohen Zufriedenheit des Vereins mit den Ergebnissen aus Noltes Masterarbeit und seiner sonstigen Arbeitsergebnisse, wurde der Absolvent des ersten MBA Sportmanagement-Jahrgangs sofort im Anschluss an sein absolviertes Studium im Sommer 2012 für anderthalb Jahre für das Stadion-Neubau-Projekt eingestellt, bei welchem er neben zahlreichen anderen Tätigkeiten vor allem für die Stadioninbetriebnahme als Schnittstelle zwischen Verein, Stadionbetreibergesellschaft und städtischer Bauherrin verantwortlich zeichnete.

 

Mitte 2013 erhielt Nolte dann erneut durch seinen ehemaligen Dozenten Dr. Welling von der Universität Bayreuth Kontakt zum Vorstand für Marketing und Kommunikation des Hamburger SV, von dem er ebenfalls übernommen wurde. Heute ist der ehemalige Bundeswehr-Offizier als Assistent des Vorstands mit zahlreichen Aufgaben innerhalb des Vereins betraut: Neben der Mitarbeit in Sonderprojekten wie dem Bau des HSV-Campus und der Vorbereitung der Ausgliederung der Profi-Fußballabteilung in eine Aktiengesellschaft ist Nolte mit der übergreifenden Koordination der Fachabteilungen in Bezug auf die Vorbereitung von Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen beauftragt.  Die Entscheidung, berufsbegleitend MBA Sportmanagement an der Universität Bayreuth zu studieren, hat Daniel Nolte nie bereut. Durch die hohe Reputation der Lehre der Sportökonomie und ihres großen Netzwerks, wurde ihm der Sprung vom Bundeswehr-Offizier in das  Sportmanagement bereitet.

 

Allen zukünftigen Studierenden des MBA Sportmanagements empfiehlt er daher, das Studienangebot der Campus Akademie an der Universität Bayreuth in vollem Umfang auszuschöpfen und schon während des Studiums das Netzwerk der Bayreuther Sportökonomen zur Knüpfung wertvoller Kontakter zu nutzen, denn nur so sei der Einstieg in der Sportbranche überhaupt möglich.